Bildquelle: © Andreas Gonseth

Sie schwimmen lieber draussen als im Hallenbad und möchten ab und zu an einem Anlass teilnehmen? Auf seiner Webseite open-water-swims.com publiziert der Schweizer Extremschwimmer Silvan Mühlemann Informationen zu allen Open Water-Events in Europa.

Als leidenschaftlicher Hobby-Schwimmer nimmt der Zürcher Silvan Mühlemann jährlich an mehreren Open Water-Wettkämpfen teil, am liebsten in möglichst unterschiedlichen Gewässern. Weil ihm das Zusammenkratzen von Daten, Orten und Anmeldeformalitäten irgendwann zu mühsam wurde, entschloss sich der IT-Spezialist, selber Hand anzulegen. «Unter Kollegen haben wir festgestellt, dass es keine Website gibt, welche eine Übersicht über alle Open-Water-Events Europas bietet. Und da ich in der Freizeit gern programmiere und gleichzeitig der Schwimm-Community einen Dienst erweisen möchte, habe ich das umgesetzt», erzählt der ehemalige Schwimmer des SC Meilen.

Von Mainstream bis Geheimtipp 

Fast 200 Arbeitsstunden hat der Familienvater in der Folge investiert, um die Webseite «open-water-swims.com» ins Leben zu rufen. Er und seine zwei Mitarbeiter publizieren darin Daten, Fotos und Infos zu sämtlichen Schwimmwettkämpfen in Europa (inkl. Russland), die in offenen Gewässern ausgetragen werden und mindestens eine Distanz von 1000 m aufweisen.

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Vollmondschwimmen in Wien?

Unter den Einträgen auf der Webseite finden sich «klassische» Seeüberquerungen und Langstreckenschwimmen, wie man sie aus der Schweiz kennt. Bloss, dass man derartige Schwimmevents dank der Webseite eben in ganz Europa aufstöbert. Silvan Mühlemanns Empfehlung: «Familienferien um einen Open Water Swim herumplanen!»

Auf diese Weise hat der Entwickler bereits so exotische Rennen wie die «EDF Aqua Challenge» (5 km) im Herzen von Paris oder ein Vollmondschwimmen in Wien (2 km) zurückgelegt. Sein ganz persönlicher Geheimtipp für angefressene Open-Water-Freaks? «Ich finde den Baikal Great Swim reizvoll.» Dort geht es von Vydrino in der russisch-buddhistischen Republik Burjatien nach Irkutsk, Sibirien.

Mit 120 km ist das aber eher etwas für hardcore Marathonschwimmer, denen eine Ärmelkanalquerung zu banal erscheint. Allen, die nicht ganz so extrem veranlagt sind, möchte Silvan Mühlemann das Linthkanalschwimmen in der Schweiz ans Herz legen: «Die Strecke war dank seinen Stromschnellen abenteuerlich, und gerade deswegen war die Stimmung unter den Teilnehmenden einzigartig.» Auf der Webseite lassen sich noch viele weitere Open-Water-Perlen finden für jeden Geschmack. Rumsurfen lohnt sich!

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