Bildquelle: ©Red Bull Content Pool

Schweizweit beteiligten sich insgesamt 6’000 Läuferinnen und Läufer am Wings for Life World Run. 4000 starteten in Zug, 2000 mit der App.

Am 8. Mai 2022 um 13.00 Uhr war es so weit und in Zug ertönte der Startschuss zur 9. Ausgabe des Wings for Life World Run. Zeitgleich liefen und rollten insgesamt 162’000 Teilnehmer in 7 Städten verteilt auf der ganzen Welt und virtuell mit dem App Run los – und das für einen guten Zweck. «Wir laufen für die, die es nicht können», lautet das Motto des Wings for Life World Run.

Und das taten sie auch: National konnten am heutigen Sonntag 6’000 Menschen für den Charity-Lauf begeistert werden, um gemeinsam die Rückenmarksforschung zu unterstützen. 4’000 Laufbegeisterte kamen in Zug zusammen, 2’000 nahmen schweizweit per App teil.

Angenehme 18 Grad und vereinzelte Sonnenstrahlen sorgten für perfekte Bedingungen für die Teilnehmer, die in den Genuss eines einzigartigen Live-Erlebnisses kamen. Um den Erdball nahmen ingesamt 162’000 Läuferinnen und Läufer teil. Zug fungierte dabei neben Städten wie Wien (AT), München (DE), Ljubljana (SVN), Zadar (HR), Posen (PL) and Izmir (TUR) als einer von acht physischen Austragungsorten, genannt Flagship Runs.

Flagship Run oder App

Wer es nicht an einen der Flagship Runs schaffte, konnte per App teilnehmen und die Strecke frei wählen oder an einem der 217 organisierten App Runs weltweit teilnehmen. Marc Berthod macht Jagd auf die Teilnehmer Das Spezielle beim Wings for Life Run ist, dass es keine festgelegte Distanz gibt, welche die Lauf- und Rollstuhlsportler zurücklegen müssen. Wieviele Kilometer die Teilnehmenden bei der diesjährigen Ausgabe bewältigten, hing entscheidend vom ehemaligen Skirennfahrer und heutigen SRF-Kommentator Marc Berthod ab, der im Catcher Car mit seinem Beifahrer Sandro Viletta unterwegs war und sich als rollende Ziellinie 30 Minuten nach dem Startschuss in Bewegung setzte. Einmal vom Catcher Car überholt, war dies für die begeisterte Läuferschar gleichbedeutend mit dem Zieleinlauf.

Motivation durch Marco Odermatt und Judith Wyder

Olympiasieger Marco Odermatt zeigte sich begeistert vom Event und liess auch den einen oder anderen promintenten Mitstreiter stehen: «Die Stimmung vor Ort ist sehr cool. Zusammen mit dem wohltätigen Zweck, macht es das für mich zu einem super Event.»

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Für die perfekte Vorbereitung vor Ort sorgte die OL-Weltmeisterin und Trailrunnerin Judith Wyder, die die Leute mit ihrem Warm-Up auf den Lauf einstimmte. Extrem viele positive Emotionen erlebte auch Fechter Max Heinzer, der lockere 6 Kilometer mit seiner Tochter zurücklegte. Für den Rollstuhl-Athleten Marcel Hug, der 16 Kilometer rollte, war es das erste Mal bei einem Flagship Run: «Ich durfte schon viele Marathons erleben, aber das einzigartige Format und der gute Zweck machen den Wings for Life World Run zu einem ganz speziellen Event.»

Mountainbike-Profi René Wildhaber war bis jetzt bei jeder Ausgabe mit dabei und lieferte mit 31 Kilometern ein respektables Resultat ab. Der eigentliche Star der Schweizer Ausgabe war jedoch David Mzee, der seinen bisherigen Rekord in den Schatten stellte. Der querschnittgelähmte Sportlehrer ist Teil eines Forschungsprojekts der EPFL, das von der Wings for Life Stiftung unterstützt wird. Dank eines implementierten Chips in seiner Wirbelsäule konnte er vor drei Jahren wieder erste Schritte gehen. Dieses Jahr übertraf er seine Bestmarke von 390 Metern mit 1’900 Metern deutlich. Eine unglaubliche Leistung, die der 33-Jährige in Zug ablieferte, der mithilfe seines Rollators während 3 Stunden und 45 Minuten auf der Strecke unterwegs war und von den Zuschauern bejubelt wurde: «Es ist ein überwältigendes Gefühl hier zu sein. Jeder einzelne Läufer, der mir entgegenkam, hat mich extrem motiviert. Zudem ist heute meine Mutter hier, was mir am Muttertag natürlich einen zusätzlichen Motivationsschub gibt».

1-millionste Teilnehmer in Zug

Der 1-millionste Teilnehmer startete in Zug Ein spezieller Tag war es für Sandro Weiss, der mit einer goldenen Startnummer unterwegs war: Ihm kam die Ehre zu, als 1 millionster-Teilnehmer seit den Anfängen des Wings for Life World Run ins Rennen zu starten. Den Catcher Car am längsten auf Trab hielt in Zug Raphael Josef, der stolze 63 Kilometer zurücklegte und erst nach 3 Stunden und 59 Minuten von Berthod eingeholt wurde.

Bei den Frauen sicherte sich Luzia Bühler nach 3 Stunden und 10 Minuten mit 44 Kilometern den Tagessieg. Ein internationales Erfolgsformat Ein Wert, der sich auch im internationalen Vergleich sehen lässt: Die Bestmarke wurde in Japan von Jo Fukuda aufgestellt, dessen Flucht vor dem Catcher Car 64 Kilometer andauerte.

Dieses Jahr wurden beim Wings for Life World Run weltweit unglaubliche 4.7 Millionen Euro gesammelt. Für die 4’000 Läuferinnen und Läufer vor Ort in Zug war der Event auch darum ein voller Erfolg: Mit ihrem Einsatz sorgten sie nicht nur für eine unvergleichliche Stimmung vor Ort, sondern leisteten auch einen grossen Beitrag für die Heilung von Querschnittslähmung.

10. Austragung am 7. Mai 2023

Und es geht weiter, denn nach dem Lauf ist vor dem Lauf: Für den Wings for Life World Run nächstes Jahr ist die Anmeldung bereits wieder offen. Am 7. Mai 2023 wird in der Schweiz und überall verteilt auf der Welt die 10. Ausgabe dieses besonderen Anlasses gefeiert. Alle Resultate und Informationen zur Anmeldung für den Wings for Life World Run unter www.wingsforlifeworldrun.com

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