Bildquelle: © Andreas Gonseth

Schwimmfortschritte benötigen einiges an Techniktraining, was nicht alle leisten wollen.  Wir zeigen, wie schwimmerische Minimalisten den Saisonaufbau im Triathlon-Schwimmsplit planen können.

Der schwimmerische Minimalist möchte die Schwimmstrecke in einem Triathlon oder Ironman in erster Linie ohne grossen Trainingsaufwand überleben. Oder anders ausgedrückt: Viele realisieren, dass Sie im Bruststil nur unwesentlich langsamer sind als mit einem langsamen Kraulstil und dass eine Verbesserung desselben unverhältnismässig viel Trainingszeit in Anspruch nimmt im Vergleich zu den Fortschritten.

Ein Minimalist stellt daher mit seiner Vorbereitung sicher, dass er die geforderte Strecke im Wettkampf auch wirklich durchhält, aber Bestzeiten interessieren ihn nicht. Aufwand-Nutzen steht im Vordergrund und das Ziel, in der Auftaktdisziplin möglichst ökonomisch über die Runden zu kommen.  Trainiert werden daher vor allem die Grundlagenausdauer und etwas Technik, aber Aspekte wie Spritzigkeit und Stehvermögen werden beiseite gelassen, um die Zeit für gewinnbringende Rad- und Laufeinheiten einzusetzen. Um eine spezifische Wettkampfvorbereitung kommt jedoch auch ein Minimalist nicht herum. Die wichtigsten Punkte:

Welche Technik?

Entscheiden Sie sich zuerst, in welchem Stilmix sie die Wettkampfstrecke in Angriff nehmen wollen. Kraul? Brust? Teilweise gar Rückenraul? Eine Mischung von allem? Berücksichtigen Sie, ob Sie den Wettkampf im Neopren schwimmen werden oder nicht. Ein Neopren spielt durch seinen Auftrieb Kraulschwimmern mit schlechter Wasserlage und schlechtem Beinschlag in die Hände, eignet sich jedoch nur bedingt fürs Brustschwimmen. Sinnvoll wäre es, den gewählten Stil bzw. Stilmix einmal einem Trainer oder erfahrenen Schwimmer zu zeigen. Vielleicht gibt es einzelne technische Aspekte, die sich ohne grossen Aufwand leicht korrigieren lassen.

Werbung

Grundlagenausdauer

In den wenigen Trainings, die Sie im Wasser verbringen, geht es darum, die Wettkampfstrecke ohne Pausen durchschwimmen zu lernen. Teilen Sie sich Ihre Strecke zunächst in 100-m-Abschnitte auf, die Sie gleichmässig absolvieren und mit einer Pause abschliessen. Im Laufe der Monate verlängern Sie die Abschnitte auf 200 m, dann 300 m, 400 m usw. und verkürzen gleichzeitig die Pausenzeiten zwischen den einzelnen Abschnitten. Ziel muss sein, dass Sie rund zwei bis vier Wochen vor dem Wettkampf mindestens zwei Drittel der erforderlichen Gesamtstrecke im Pool in einem Stück durchschwimmen können.

Schnelligkeitsausdauer und Spritzigkeit

Ist in Ihrem Falle vernachlässigbar. Stellen Sie sich aber mental oder mit einigen Sprints zu Beginn jedes Trainings (nach dem Einschwimmen!) darauf ein, dass das Tempo im Wettkampf nach Ertönen des Startsignals hoch sein wird, weil alle auf den ersten 200 m gefühlt um ihr Leben schwimmen.

Wettkampfspezifische Vorbereitung

Planen Sie genug Zeit ein, um einige längere Trainingseinheiten unter wettkampfähnlichen Bedingungen (im See oder Fluss, gegen die Sonne, bei Wellengang, bei schlechtem Wetter) im Wettkampfmaterial zu absolvieren. Üben Sie vor allem auch das Aufwärmen an Land und stellen Sie sich vor, wie nach dem Startschuss in der Masse die Post abgehen wird und wo Sie sich einreihen werden (hinten, auf der Seite), um nicht von der kraulenden Menge überrollt zu werden. Wer zu Krämpfen oder Schwindel nach dem Schwimmen neigt, sollte den Spurt vom Wasser in die Wechselzone nach dem Freiwasserschwimmen einige Male üben.

Was Sie auch interessieren könnte

Kommentare

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.