Bildquelle: © Andreas Gonseth

Auf Schneeschuhen läuft man Schritt für Schritt aus dem Alltag raus und hinein in eine losgelöste und stille Welt im weissen Gewand. Wichtig für das perfekte Wintererlebnis sind die passenden Schneeschuhe. Ein kleiner Ratgeber.

Schneeschuh ist nicht gleich Schneeschuh – daher ist die Auswahl an Schneeschuhen mittlerweile riesig! Fast ein Dutzend Marken buhlt um Kundschaft. Die gute Nachricht: Die Qualität der angebotenen Schneeschuhe ist durchwegs gut, wenn man Billigmodelle unter 130 Franken einmal ausnimmt.

Kunststoff wird am meisten verwendet, oft auch Aluminium und mittlerweile sogar Karbon. Die meisten Schneeschuhersteller präsentieren mehrere Modelle für die verschiedenen Einsatzgebiete, vom flachen Mittelland bis zum hochalpinen Gebirge.

Simpel gebaute Modelle ohne Steighilfen und Harscheisen (für flachere Mittellandtouren) sind ab 130-150 Franken erhältlich, robustere Modelle, die auch für eine Querung eines vereisten Hangs taugen, kosten schnell einmal zwischen 200 und 400 Franken oder noch mehr.

Flachland oder hochalpin?

Das wichtigste Kriterium für den Kauf sind Grösse sowie Bauweise der Schneeschuhe, die sich in erster Linie nach dem Körpergewicht, dem Geschlecht und dem bevorzugten Einsatzgebiet richtet. Leichte Personen benötigen eine grosse Auflagefläche, um im Neuschnee nicht einzusinken. Frauenmodelle sind schlanker gebaut, weil Frauen weniger breitbeinig unterwegs sind als Männer.

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Ebenfalls kleiner gebaut werden Schneeschuhe, wenn sie vorwiegend für Touren im steilen und exponierten Gelände eingesetzt werden. Dort sind Flexibilität und Wendigkeit entscheidend, und normalerweise liegt da nicht so viel Schnee, als dass man stark einsinkt. Dafür benötigen solche Modelle Steighilfen und Harscheisen, die sich bei Bedarf in die eisige Unterlage krallen.

Kein Ärger mit der Bindung

Kriterien bei der Bindung sind ein leichter Einstieg, ein simpel zu bedienendes und dennoch nicht verrutschendes Verschlusssystem. Ähnlich wie im Laufsport sollen Halt und Führung des Fusses gewährleistet sein, und gleichzeitig soll sich der Schneeschuh dem Untergrund anpassen, also flexibel sein und sich verwinden können.

Einzelne Hersteller bieten ihre Modelle im Baukastensystem an. Dadurch lässt sich der Schneeschuh mit zusätzlichen Elementen je nach Schneebedingungen bei Bedarf verlängern und aufrüsten. Ebenso werden Ersatzteile für Verschlusssysteme angeboten, falls mal eine Gummilasche reisst.

Sie sehen – vor dem Kauf von Schneeschuhen sollte man sich doch einige Gedanken machen, damit das ausgewählte Modell dann auch wirklich den Ansprüchen genügt. Lassen Sie sich im Fachgeschäft beraten. Sinnvoll kann zudem sein, die ersten Schneeschuhe zu mieten, bevor Sie welche kaufen. So finden Sie heraus, welche Ihnen zusagen. Wichtig dabei: Orientieren Sie den Verkäufer über Ihre Bedürfnisse und definieren Sie den Einsatzbereich der Schneeschuhe.

Die wichtigsten Unterschiede

Klein oder gross, Alu oder Kunststoff?

  • Je grösser das Körpergewicht (samt Gepäck!), desto grösser die Auflagefläche.
  • Je tiefer der Schnee, desto breiter der Schneeschuh. Im flachen, offenen Gelände und bei weichem und tiefem Pulverschnee ist mehr Auflagefläche nötig.
  • Harter oder schwerer Nassschnee erfordern stabile Schneeschuhe mit einem robusten Rahmen und gutem Halt.
  • Kleinere, wendige, leichte und dennoch robuste Schneeschuhe mit Steighilfen, griffigen Harscheisen und einem sicheren Verschlusssystem sind im Gebirge und bei harten Schneeverhältnissen gefragt. Bei solchen Schuhen kommt mittlerweile teilweise Karbon zum Einsatz.
  • Das Bindungssystem sollte den Schuh direkt umschliessen und beim Gehen und Wendemanövern nicht verrutschen. Idealerweise auch mit Handschuhen bedienbar.
  • Die meisten Schneeschuhe sind in verschiedenen Grössen erhältlich und es gibt auch spezielle Frauenmodelle.
  • Zum Joggen im flachen Gelände sind leichte und kleine Schneeschuhe sinnvoll.

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