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Paddles sind ein beliebtes Accessoire im Leistungs- und Hobbysport. Sie werden zur Kräftigung, für die Technikschulung sowie für dosiertes Schnelligkeitstraining eingesetzt.

Die flachen, handförmigen Plastikteller aus Polypropylen/Soft-Silikon mit Gummibändern für Mittelfinger und Handgelenk gibt es in verschiedenen Formen und Ausführungen und wahlweise mit oder ohne Löcher. Grundsätzlich gilt: Je fortgeschrittener der Schwimmer, desto grösser dürfen Paddles sein.

Entspannte Handstellung wichtig

Die Hand soll flach und entspannt auf dem Paddle liegen. Daumen und Kleinfinger dürfen den Paddle-Rand nicht umklammern. Beim Techniktraining ist das Paddle lediglich am Mittelfinger anzubringen. Flattert so das Paddle, ist dies ein Hinweis darauf, dass die Armführung unter Wasser (Zug- und Druckphase) nicht sauber ist. Beim Krafttraining kann das Paddle auch am Handgelenk befestigt werden.

Mit Paddles wird der Widerstand erhöht und damit sind auch die wirkenden Kräfte auf Hand, Arme und Schultern grösser. Daher sollten maximal 25 Prozent des Trainings mit Paddles absolviert werden und nicht mehr. Ebenso gilt: Einsteiger sollten sich Zug um Zug ans Training mit Paddles herantasten und nicht gleich beim ersten Mal grosse Distanzen damit absolvieren, damit keine Überlastungserscheinungen auftreten. Zuerst tendenziell mit kleineren Paddles beginnen und damit an der Frequenz arbeiten, auch damit wird das Wasser- und Tempogefühl erhöht.

Vorsicht bei zu grossen Paddles

Bei übermässigem Gebrauch von (zu grossen) Paddles droht Verletzungsgefahr im Schulterbereich, da sich die Hebelwirkung negativ auswirkt. Gewölbte Paddles können zu Krämpfen in den Händen führen. Schwimmt man in überfüllten Bädern, sollte auf das Trainieren mit Paddles verzichtet werden, zu leicht können Mitschwimmer durch die kantigen Paddles-Ränder verletzt werden.

Techniktraining auch nur mit einem Paddle sinnvoll

Anstatt an beiden Händen Paddles zu tragen, kann beim Techniktraining auch mal nur eine Hand mit einem Paddle bestückt werden. Die andere Hand schwimmt in der normalen Stellung oder kann sich auch – um die Gegensätze besonders deutlich erfahrbar zu machen – zur Faust ballen. Durch den erhöhten Widerstand machen Paddles das korrekte (oder auch fasche) Armzugmuster deutlich und fördern die Wahrnehmung des Kraul-Bewegungsablaufs sowie das Körperbewusstsein ganz allgemein.

Finger-Paddle schonen die Schultern

Wer zu Problemen in den Schultern neigt, sollte auf Handflächen-Paddles verzichten und stattdessen Finger-Paddles benutzen, die nur gerade die Fingerspitzen bedecken. Auch damit lässt sich hervorragend an Technik, Tempo und Wassergefühl arbeiten. Je nachdem können die beiden Paddles-Formen auch in Kombination genutzt werden.

Wichtige Punkte und Tricks zum Paddles-Schwimmen werden in diesem Youtube-Video anschaulich erklärt.

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