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Ein sinnvolles Lauftraining besteht aus Laufen, aber nicht nur! Auch andere Konditionsfaktoren sind wichtige Puzzleteilchen.

Laufen ist Effizienz pur. Bei keiner anderen Sportart ist der Wirkungsgrad im Vergleich zum Aufwand derart hoch. Schuhe schnüren und loslaufen. Ob der Banker an der Wall Street, das Schulmädchen in Afrika, der Bäcker im Bündner Bergdorf oder die Mutter mit drei Kindern: Laufen können alle, die gesund sind. Unabhängig von Herkunft, Beruf oder Konfession.

Laufen ist weder männlich noch weiblich, sondern schlicht und einfach die Urform menschlicher Bewegung, die uns heute zum Glück wieder so viel Spass macht. Kein Sport kann es mit der Schlichtheit des Laufens aufnehmen, und kaum eine andere Sportart lässt uns die Natur und Umgebung so unmittelbar erleben. Gelaufen werden kann überall und bei jedem Wetter. Doch ebenso gilt: nur laufen ist heikel bzw. das Risiko, dass Überlastungsbeschwerden auftauchen, ist gross. Daher sollte man alle 5 Konditionsfaktoren pflegen

Ausdauer: Die Ausdauerfähigkeit bildet die Grundlage im Laufsport. Ausdauer erarbeitet man sich am effizientesten mit Dauerläufen ab 30 Minuten im gleichmässigen Tempo (oder mit anderen Ausdauersportarten wie Radfahren, Schwimmen, Inline-Skating, Aqua-Fit oder auch Nordic Walking).

Kraft: Die Komponente Kraft wird (wie überhaupt in den meisten Ausdauersportarten) im Laufsport oft unterschätzt. Auch im Breitensport ist ein regelmässig durchgeführtes Kräftigungsprogramm – entweder im Fitnesszentrum oder mit Übungen Zuhause – von grösster Dringlichkeit. Vor allem der Rumpf- und Fusskraft sollten erhöhte Aufmerksamkeit gewidmet werden.

Betreiben Sie regelmässig Fussgymnastik, Rope Skipping (Springseilen) oder Barfusslaufen auf der Wiese, alles Massnahmen, die Ihre Füsse kräftigen und dafür sorgen, dass die natürlichen und in Schuhen sträflich vernachlässigten Dämpfungsmechanismen des Körpers wieder aktiviert und gekräftigt werden.

Schnelligkeit: Im Sinne einer Grundschnelligkeit spielt die Schnelligkeit im Breitensportbereich eine untergeordnete Rolle. Wenn Sie allerdings langfristig nicht einfach nur weiter und länger, sondern auch schneller laufen möchten, gehören schnellere (und dementsprechend kürzere) Einheiten zum Trainingsrepertoire jeder Läuferin.

Koordination: Die Koordination wird wie die Kraft häufig vernachlässigt. Obwohl sich zum Beispiel beim Tennis alle einig sind, dass man eine Technik erlernen muss, bevor man sie sinnvoll einsetzen kann, denken sich beim Laufen viele, das könne ja jede. Falsch! Natürlich können sich alle die Laufschuhe schnüren und loslaufen, aber auch Laufen ist eine motorisch komplexe und anspruchsvolle Sportart, bei der ein gezieltes Techniktraining mit Laufschul-ABC-Übungen enorm viel bringt.

Beweglichkeit: Stretching oder Beweglichkeitstraining kann man auch als Körper- und/oder Muskelpflege bezeichnen. Stretching sollte zum festen Ritual einer jeden Läuferin dazugehören. Wie Zähne putzen oder Haare waschen. Stretching wird angewendet zum Aufwärmen, nach einer Verletzungspause, zur Regeneration – und schlicht und einfach für ein besseres Körpergefühl.

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