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Immer wieder sieht man Joggerinnen und Jogger, die mit dem Smartphone in der Hand ihre Laufrunde drehen. Warum das alles andere als optimal ist, erklärt Laufexperte Viktor Röthlin.

«Laufen mit Musik – die einen lieben es, andere stört es. Ich persönlich finde das Laufen mit Musik eine unnötige Ablenkung, habe aber Verständnis für alle, denen es mit Musik besser «läuft». Wenig Verständnis hingegen habe ich für alle, die das Smartphone nicht in einer Halterung am Arm tragen oder in der Jackentasche verstauen, sondern in der Hand halten. Aus läuferischer Sicht ist das ein absolutes No-Go.

Blockierter Laufstil

Der Grund: Ich habe bei all meinen Trainingsläufen noch keine einzige Läuferin oder Läufer mit Smartphone in der Hand und gleichzeitig lockerem Laufstil beobachtet.

Beim Laufen bilden Ober- und Unterarm etwa einen rechten Winkel, der auch während der Armbewegung bestehen bleibt. Die Arme schwingen dabei in einer Achse locker vor­wärts/rückwärts und möglichst wenig seitwärts oder vor dem Körper.

Wenn man das Smartphone mit einer Hand festhalten muss, wird der natürlich und lockere Armschwung verhindert, denn die meisten halten den Unterarm inklusive Hand mit Smartphone automatisch verkrampft vor dem Körper und ziehen dabei meist auch noch die Schulter hoch. Ein blockierter Arm beim Laufen hat zudem negative Auswirkungen auf die Hüftbewegung und den Laufrhythmus.

Also, liebe Musik- und Lauffans: Mit Handy laufen ok, wer Ablenkung und/oder zusätzlich Motivation benötigt, aber dann bitte Handy so versorgen, dass es das natürliche Laufen nicht behindert.»

 

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